Tischlerei Heffels überreicht 5.000 Euro für Palliativstation nach Jubiläumsfeier

Sein 10-jähriges Betriebsjubiläum nutzte Tischlermeister Christoph Heffels, um ausgiebig mit Freunden, Partnern und Unterstützern zu feiern und gleichzeitig für eine großzügige Spende an den Förderverein der Palliativstation am Krankenhaus Heinsberg zu sorgen. Denn statt Geschenken wünschte er sich eine Spende an den Förderverein. Dieser Bitte kamen zahlreiche Gäste nach und brachten damit annähernd 5.000 Euro zusammen, die der Gastgeber zu dieser runden Summe aufrundete. „Ich habe mit meinem Team schon einige Projekte im Krankenhaus realisiert – besonders auch auf der Palliativstation. Immer wieder beeindruckt mich, mit wie viel Engagement und auch Freude die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese sicherlich belastende Arbeit dort machen. Mit meiner Spende an den Förderverein werden nicht nur zusätzliche Angebote für die schwerstkranken Patienten finanziert, sondern auch Maßnahmen für die Mitarbeiter. Das finde ich gut“, beschreibt Heffels seine Motivation, regelmäßig an den Förderverein zu spenden.

Darüber freut sich natürlich auch Heinz-Gerd Schröders, der im Förderverein als Schriftführer zum Vorstand gehört und dem Krankenhaus als Geschäftsführer vorsteht. „Wiederholungstäter wie Christoph Heffels sind für unsere Sache immens wichtig. Und dass so junge Menschen für das Thema Palliativversorgung gewonnen werden können, ist auch nicht selbstverständlich.“

Gratulanten loben Engagement in der Ausbildung und Mut zum Unternehmertum

Die Feier des Betriebsjubiläums fand in der Werkstatt im Haarener Industriegebiet statt. Zahlreiche Gäste waren gekommen und ließen es sich nicht nehmen, ihre guten Wünsche und ihre Anerkennung für alle hörbar zu äußern. So lobte Landrat Stephan Pusch, selbst bekennender Hobbyschreiner, Heffels’ Engagement in Sachen Ausbildung in diesem „wunderschönen, kreativen Beruf“. In Zeiten des Fachkräftemangels sei es umso wichtiger, attraktive Ausbildungsangebote vorzuhalten. Waldfeuchts Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen unterstrich indes Heffels’ Mut, den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt zu haben und das „in noch so jungen Jahren“. Das sei nicht selbstverständlich, habe sich aber sichtbar gelohnt und rege zur Nachahmung an.

Weltstillwoche 2022: Überraschungstüten für Wöchnerinnen in Heinsberg

Die 40. Kalenderwoche des Jahres ist traditionell „Weltstillwoche“ – eine Aktionswoche zur Förderung des Stillens. Seit vielen Jahren beteiligt sich auch die Geburtsklinik des Krankenhauses Heinsberg an der Kampagne und wirbt für das „Wunder zwischen Mutter und Kind“. Still- und Laktationsberaterin Sr. Bogna Marcinowski bekräftigt:  „Muttermilch ist nach wie vor die optimale Nahrung für das Wachstum und die gesunde Entwicklung eines Kindes. Und auch für die Mama hat das Stillen viele Vorteile. Beim Stillen wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Dieses, auch als eines der Glückshormone bekannte Hormon, sorgt unter anderem dafür, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht. So wird die Plazenta schneller abgestoßen und das Risiko von Nachblutungen sinkt. Darüber hinaus fördert es später die Rückbildung des Uterus. Wenn Sie stillen, erholt sich Ihr Körper also schneller von der Geburt“, erklärt die Expertin. Dass das Stillen die junge Mutter auch körperlich ein wenig fordert, ist unbestritten. An nur einem Tag werden bis zu 500 Kalorien zusätzlich verbrannt. Da braucht es schon ein bisschen Extra-Power. Darum kam den Still-Experten um die beiden Still- und Laktationsberaterinnen Sr. Bogna und Sr. Marita Erkens-Kappertz in diesem Jahr die Idee, alle Wöchnerinnen anlässlich der Weltstillwoche mit einer „Still-Tüte“ zu überraschen. Darin enthalten sind z.B. schmackhafte Energy-Balls für stillende Mütter, Stilltee, stillunterstützendes Material wie Einlagen etc. und ein so genanntes Still-Armband. „Eine nette Gedächtnisstütze“, beschreibt es Sr. Bogna. „Der regelmäßige Wechsel beim Stillen zwischen beiden Brüsten ist extrem wichtig, um eine gleichmäßige Milchbildung zu unterstützen. Um sich leicht merken zu können, welche Brust beim nächsten Stillen ‚dran‘ ist, streift man sich das Armband einfach um das Handgelenk der gleichen Seite.“

 

Förderung der Mutter-Kind-Beziehung von Anfang an

Geburtskliniken wie die im Krankenhaus Heinsberg, die mit dem Qualitätssiegel „Babyfreundlich“ versehen sind, wichtige Partner für die Mutter und junge Familie wenn es darum geht, das Stillen zu fördern. Studien belegen, dass Babys, die in „babyfreundlichen“ Geburtskliniken zur Welt kommen, häufiger und länger gestillt werden. „Dass es für Mutter und Kind enorme Vorteile bietet wie z. B. die Stärkung des Immunsystems, ist unbestritten. Besonders wichtig ist allerdings auch der enge Hautkontakt. Gerade Müttern, die nicht stillen können oder möchten, empfehlen wir, sich und ihrem Kind diesen Hautkontakt so oft wie möglich zu gönnen. Auch Väter können durch das so genannte ‚Bonding‘ die Eltern-Kind-Beziehung stärken“, berichtet der gynäkologische Chefarzt Dr. Uwe Käschel und weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass auch Mütter, die nicht stillen können oder möchten, auf der Geburtsstation gut aufgehoben und bestens umsorgt sind.

Spatenstich für Erweiterung der zentralen Notaufnahme: Optimierung der Notfallversorgung im Krankenhaus Heinsberg schreitet voran

Jetzt kann mit dem Erweiterungsneubau des zweigeschossigen Komplexes begonnen werden. Denn die vorbereitenden Arbeiten für die Neubauteile der zentralen Notaufnahme (kurz: ZNA) sind mittlerweile abgeschlossen. Zunächst hatte der Hubschrauberlandeplatz verlegt und die komplette bisherige Liegendanfahrt für Rettungswagen abgerissen werden müssen. Hinzu kamen noch einige befestigte Wege, die neu angelegt wurden.

Den symbolischen Spatenstich setzten Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Kai Louis, Geschäftsführer Heinz-Gerd Schröders, der zuständige Chefarzt Aiko Liedmann, Ludwig Florack seitens des gleichnamigen Bauunternehmens und Thomas Büsching vom betreuenden Planungsbüro Rackow Ingenieure Architekten aus Aachen. „Der Neubau wird alles, was für eine schnelle und hoch qualifizierte Notfallversorgung benötigt wird, sehr kompakt an einem Ort zusammenführen“, erklärt Bürgermeister Kai Louis die guten Gründe für die Neuorganisation. Dazu gehöre auch, dass die am Krankenhaus befindliche Notfallpraxis der niedergelassenen Hausärzte in die erweiterte ZNA im Rahmen des sogenannten „Ein-Tresen-Modells“ integriert werde. „Für alle Patientinnen und Patienten bedeutet das: Egal, ob sie nun ein chirurgischer, internistischer oder gynäkologischer Notfall sind oder ob sie hausärztliche Hilfe außerhalb der Sprechzeiten benötigen, die Anlaufstelle ist die gleiche“, erläutert Chefarzt Aiko Liedmann. Die Weiterleitung der Patienten erfolge umgehend nach der Anmeldung. Auf zusätzlich 1.100 m² – die Fläche der bisherigen Notaufnahme wird noch in den Anbau integriert – werden die Behandlungsabläufe aller Mitwirkenden neu gebündelt und optimiert werden können. Im ersten Obergeschoss des Anbaus sind Räume für Administration, Kommunikation, Personalaufenthalt, Archivierung und die technische Versorgung der ZNA vorgesehen. „Damit bildet die Zentrale Notaufnahme definitiv das ab, was sie im Namen verspricht: Zentralität. Alles an einem Ort“, schließt Geschäftsführer Heinz-Gerd Schröders.

Foto: Packen motiviert zu beim Spatenstich (v.l.): Chefarzt Aiko Liedmann, Bürgermeister Kai Louis, Bauunternehmer Ludwig Florack, Geschäftsführer Heinz-Gerd Schröders und Thomas Büsching vom Planungsbüro

 

Welttag für Patientensicherheit: Aktionen der drei Krankenhäuser im Kreis Heinsberg kommen gut an

Die Weltgesundheitsorganisation WHO ruft jährlich zur Beteiligung am Welttag der Patientensicherheit auf, der in diesem Jahr unter dem Motto “ Mach Dich stark für Patientensicherheit –  sichere Medikation“ am 17. September 2022 stattfand. Die drei Krankenhäuser des Kreises Heinsberg, das Hermann-Josef-Krankenhaus in Erkelenz, das St. Elisabeth-Krankenhaus in Geilenkirchen sowie das Städtische Krankenhaus in Heinsberg haben sich zu diesem Zweck zum zweiten Mal in Folge zusammengeschlossen.

Ein „Tag der offenen Türe“ findet pandemiebedingt nicht statt, da die Sicherheit aller Patientinnen und Patienten, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Bürgerinnen und Bürger Vorrang hat. Es werden dennoch viele alternative Möglichkeiten von den einzelnen Krankenhäusern angeboten.

Fokus auf Medikation

Zentrale Ziele der Teilnahme am Welttag für Patientensicherheit sind eine umfassende Patienteninformation und Aufklärung sowie Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – insbesondere hinsichtlich des diesjährigen Themas „Sichere Medikation“. Bedenkt man, wie viele Medikamente eingenommen werden, um Krankheiten vorzubeugen oder zu vermeiden und in wie vielen Fällen Medikamente auf der anderen Seite ernsthafte Schäden verursachen, verdient diese Thematik sicher besondere Aufmerksamkeit. Weltweit sind Medikationsfehler tatsächlich eine der Hauptursachen für vermeidbare Schäden im Gesundheitswesen. Um Fehler und resultierende Schäden zu vermeiden lohnt sich ein strenger Blick auf die Prozessabläufe rund um die Gabe von Arzneimitteln. Werden Medikamente richtig gelagert, verschrieben, abgegeben, verabreicht und hinreichend überwacht? Die Verantwortung, die jede Patientin und jeder Patient im Rahmen ihrer/seiner Behandlung für sich selbst übernehmen kann, stellt einen weiteren wesentlichen Aspekt des Aktionstages dar.

Die einzelnen Aktionen der Häuser werden im Folgenden beschrieben.

Geilenkirchen: Die Abteilung des Qualitäts- und Risikomanagements hat unter der Aufsicht von Michaela Kuhn im Foyerbereich des St. Elisabeth-Krankenhauses Geilenkirchen einen Stand zum sicheren Umgang mit Medikamenten bereitgestellt und diesen informativ mitbetreut. Zudem hat die Hygieneabteilung des Hauses den Stand zum Thema Händedesinfektion unterstützt. Krankenhausapothekerin Franziska Hater stand ebenso beratend zur Seite. Anna-Katharina Gutt, Fachexpertin für klinisches Risikomanagement, führte die Schülerinnen und Schüler des Krankenhauses durch einen „Room of Errors“. Ziel war es, alle Fehlerquellen an einem Dummy und in dem Demo-Raum selbst zu finden. So wurde ein weiteres zentrales Thema des Risikomanagements für die Schülerinnen und Schüler aufgegriffen, denn man kann und sollte aus Fehlern lernen. Des Weiteren wurde ein digitales Quiz zum sicheren Umgang mit Medikamenten auf der Homepage des St. Elisabeth-Krankenhauses Geilenkirchen eingerichtet sowie eine digitale Fortbildung, erstellt von Stationsapothekerin Franziska Hater. Alle beteiligten Akteure sind sehr dankbar, dass dieses Projekt durch den Geschäftsführer Herrn Stefan Bienert in jeglicher Hinsicht Unterstützung erfuhr.

Erkelenz: Aufgrund der durchweg positiven Rückmeldungen zu den Aktionen vor Ort im letzten Jahr, hat das Hermann-Josef-Krankenhaus Erkelenz den Patienten aufs Neue Informationsmaterial im Rahmen eines Flyers zur Arzneimittelsicherheit und ein Quiz zu diesem Thema über die Patientenfernseher zukommen lassen. Als kleines Giveaway erhielten außerdem alle Patientinnen und Patienten eine praktische, wiederverwendbare Pflasterbox zum Mitnehmen.

Die Mitarbeitenden wurden indes in einem von der Stationsapothekerin Franziska Hater erarbeiteten Kurzvideo intern fortgebildet. Als Stationsapothekerin und Ansprechpartnerin zur Medikation für die Mitarbeitenden trägt Frau Hater einen wichtigen Teil zur Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) im Krankenhaus bei. Darüber hinaus stand das Qualitätsmanagement mit Jennifer Jacobs und Sandra Salker wie auch Hartmut Schiszler als Sicherheitsfachkraft und Sprecher des hausinternen CIRS-Teams am Eingang des Krankenhauses mit einem Stand bezüglich Fragen zur Patientensicherheit für alle Patienten und Mitarbeiter vor Ort als Ansprechpartner/innen und Lotse/innen zur Verfügung.

Das Motto des 155-jährigen Jubiläums in Erkelenz lautet: „Hermann-Josef-Stiftung: bewegt Herzen – ein Leben lang“. Dass dabei die größtmögliche Sicherheit für alle Patientinnen und Patienten eine wichtige Rolle spielt, steht sicherlich außer Frage.

Heinsberg:

„Nach dem positiven Feedback unserer Kolleginnen und Kollegen im letzten Jahr war es für uns selbstverständlich, auch in diesem Jahr wieder einen Room of Errors anzubieten“ erklärt Michelle Moitroux, QM-Beauftragte des Städtischen Krankenhauses. In diesem präparierten Patientenzimmer konnten alle Kolleginnen und Kollegen auf Fehlersuche gehen. Welche Fehler gefährden die Patientensicherheit und wie kann ich die Gefahrenquellen eliminieren? Speziell beim Thema Arzneimitteltherapiesicherheit konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr Wissen darüber hinaus in einem Online-Quiz checken.

Alle Patientinnen und Patienten der drei Häuser erhalten in diesen Tagen einen von den Krankenhausapothekerinnen Franziska Hater und Claudia Moers erstellten Patienteninformationsflyer, der für den „Bundesmedikationsplan“ wirbt. Dies ist ein individueller Medikationsplan, der auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden kann. Damit haben Patienten dann automatisch eine einheitlich strukturierte Übersicht über alle ihre regelmäßig einzunehmenden Medikamente bei jedem Praxis- oder Krankenhausbesuch dabei. Passend zum Thema erhalten alle Patientinnen und Patienten des Heinsberger Krankenhauses einen praktischen Tablettenteiler.

Foto: Die Fehlersuche kann beginnen: Michelle Moitroux, Qualitäts- und Risikomanagement und Claudia Moers, Stationsapothekerin, im fertig präparierten „Room of Errors“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Endoskopie der Zukunft: neue minimalinvasive Behandlungsmethode bei Entzündungen der Bauchspeicheldrüse

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse verlaufen häufig schwerwiegend und sind in ihrer Behandlung sehr komplex. Eine echte Bereicherung im Therapieangebot des Magen-Darm-Zentrums am Krankenhaus Heinsberg hat nun mit dem EndoRotor® Einzug gehalten. Dieses innovative Werkzeug kann minimalinvasiv – über den Arbeitskanal des Endoskops – in den Bauchraum eingeführt und zur schonenden und nachhaltigen Abtragung von krankem Gewebe bei Entzündungen der Bauchspeicheldrüse eingesetzt werden. „Eine offene Operation ist dann nicht mehr notwendig“, hebt Chefarzt Dr. Carsten Triller, Gastroenterologe, den entscheidenden Vorteil der neuen Methode hervor. Und weiter: „Durch das minimalinvasive Vorgehen verbessert sich die Prognose von schweren Pankreasentzündungen erheblich und der Heilungsverlauf wird wesentlich verkürzt.“

Als einziges Krankenhaus im Kreis Heinsberg zugelassen

„Behandlungen von Entzündungen, Zystenversorgung und Krebsoperationen an der Bauchspeicheldrüse sind ein Behandlungsschwerpunkt des Magen-Darm-Zentrums im Krankenhaus Heinsberg, welches hierfür als einziges Krankenhaus im Kreis Heinsberg zugelassen ist“, berichtet Chefarzt Dr. Konstantinos Lioupis, Viszeralchirurg. Insbesondere die minimalinvasiven Behandlungsmethoden unter Nutzung des endoskopischen Ultraschalls (Endosonographie) haben sich in den letzten Jahren erheblich weiter entwickelt. Entscheidend für den Behandlungserfolg bei diesen Verfahren ist eine enge Zusammenarbeit der Viszeralchirurgie und Gastroenterologie, wie sie im Magen-Darm-Zentrum des Hauses seit Jahren erfolgreich unter der gemeinsamen Leitung von Dr. Triller und Dr. Lioupis umgesetzt wird.

So funktioniert die Behandlung mittels EndoRotor®

Kommt es im Rahmen einer Bauchspeicheldrüsenentzündung zum Absterben von Gewebe (Nekrose), kann diese je nach Lage vom Magen aus versorgt werden –  unterstützt durch endoskopischen Ultraschall. Nach Anfertigen einer Schichtaufnahme zur Planung können Ansammlungen von abgestorbenem Gewebe und Gewebsflüssigkeit durch Punktion der Magenwand erreicht werden. Zunächst erfolgt die Einlage eines sogenannten Stents. Über diesen Wandzugang kann dann endoskopisch die EndoRotor®-Sonde eingeführt werden. Das Verfahren ist mit der Arthroskopie vergleichbar, welche z.B. in der Orthopädie zum Glätten von Knorpel eingesetzt wird. Mit der EndoRotor®-Sonde wird das abgestorbene Gewebe gleichzeitig mobilisiert und abgesaugt. So können in nur ein bis zwei Sitzungen Nekrosehöhlen mit einem Durchmesser von bis zu 20 cm komplett gereinigt und entleert werden. Die Nachbehandlung besteht in einer inneren Drainagebehandlung über den Magen, die ebenso komplett endoskopisch durchgeführt wird. Ein Intensivaufenthalt ist dann nicht mehr erforderlich. In ausgewählten Fällen kann das Verfahren auch während einer laparoskopischen Operation eingesetzt werden.

Weltkonzern Abbott zu Besuch im Krankenhaus – Warum die Einführung der PCR-Schnelltests im Herbst 2020 die Behandlung der Covid-Patienten nachhaltig verbessert hat

Besuch aus den USA hatten wir in diesen Tagen von der Firma Abbott, die unter anderem ein Global Player im Bereich der Labordiagnostik ist. In unserem Haus nutzen wir u.a. die PCR-Schnelltests „ID NOWTM COVID19-Test“ von Abbott. Und das schon seit Herbst 2020, sozusagen seit der Einführung des Geräts. Inwieweit uns das bei Diagnostik und Behandlung unserer COVID-Patienten geholfen hat, welche Auswirkungen das für unsere internen Abläufe in dieser herausfordernden Zeit hatte und was wir uns in Zukunft von der Diagnostik sonst noch wünschen würden, wollten die Vertreter bei ihrem Gespräch mit dem Ärztlichen Leiter Dr. Günter Mertens wissen.

Dass die Einführung eines PCR-Schnelltests im „ersten Herbst“ des Covid-Jahres 2020 eine echte Bereicherung war, ist kaum überraschend. Man bedenke, dass es zu dieser Zeit noch keine Antigen-Schnelltests gab und ein PCR-Testergebnis mindestens zwei Tage auf sich warten ließ. Ob ein Patient mit den typischen Symptomen also an Corona erkrankt war oder nicht, stand immer erst einige Tage nach seiner Aufnahme fest. Eine Herausforderung in der Behandlung und Unterbringung. Mit dem Einsatz des PCR-Schnelltests war nun innerhalb von 15 Minuten klar, wie es mit einem Patienten weitergeht. „Das war und ist auch nach wie vor ein wichtiger Punkt, was die Sicherheit unserer Nicht-Covid-Patienten und unseres Personals betrifft“, betont Chefarzt Dr. Günter Mertens. „Viele planbare Eingriffe wurden in dieser Zeit seitens der Patienten verschoben – aus Angst, sich im Krankenhaus mit Corona anzustecken. Der PCR-Schnelltest war eine sehr wichtige Maßnahme in unserem Hygienekonzept, die in dieser Hinsicht vertrauensbildend war.“

Auch heute noch wird der PCR-Schnelltest bei allen Neuaufnahmen durchgeführt, weil er sicherer und sensibler ist als der übliche Antigen-Schnelltest. Da aktuell die Corona-Zahlen wieder steigen, gibt es keinen Grund, daran nicht weiter festzuhalten. Und die nächste Herausforderung wartet schon, ist sich Mertens sicher. Er rechnet mit einer Grippewelle in den nächsten Wochen, wie sie in Köln bereits seit einigen Wochen grassiert. Dann heißt es, zwischen Grippe und Corona unterscheiden zu können. Einen Schnelltest, der das diagnostiziert, hat Abbott bereits entwickelt. Mit den Geräten, die wir bereits haben, können wir dann mit einer Probe (also einem einzigen Nasen- oder Rachenabstrich, die Patienten wird’s freuen ;-)) innerhalb von ein paar Minuten feststellen, ob eine Grippe oder Corona vorliegt (oder beides, oder keines von beidem).

„Jede Entwicklung, die uns hilft, eine schnellere Diagnose vorzunehmen, verbessert die Behandlung unserer Patienten“, bekräftigt Mertens. Ein Arbeitsmotto der Abbott Labordiagnsotik lautet „closer to the bedside“, soviel wie „näher am Patienten(bett)“. Dem können wir nur zustimmen.

 

Foto v.l.n.r.: Vanessa Busch, Geschäftsleitung Krankenhaus Heinsberg, Michelle Sotak, Director, HEOR/Market Access, Lukas May, Vertrieb Deutschland West, Melissa Roth, Manager Marketing, Gustav Baum, Einkauf Krankenhaus Heinsberg, Chefarzt Dr. Günter Mertens, Eric Davis, Marketing Director USA, Andreas Gebauer, Commercial Manager DACH

Digitalisierung im Krankenhaus: Bernd Krückel und Stefan Lenzen machen sich ein Bild

Der Vorwurf, dass Deutschland in Sachen Digitalisierung hinterherhinke, hält sich hartnäckig und ist sicher auch vielerorts berechtigt. Doch wie sieht es im Krankenhaus Heinsberg aus? Davon wollten sich die Landtagsabgeordneten Bernd Krückel (CDU) und Stefan Lenzen (FDP) ein Bild machen und besuchten Geschäftsführer Heinz-Gerd Schröders und Bürgermeister Kai Louis, Aufsichtsratsvorsitzender des Krankenhauses. Ergebnis: Die Digitalisierung ist auf einem sehr guten Stand. Wie gut, das beweist die Auswertung vom DigitalRadar, die den „digitalen Reifegrad“ des Hauses gemessen hat. Mit einem Wert von 51 liegt unser Haus deutlich über dem Mittelwert von 33 für alle 1.616 ausgewerteten deutschen Krankenhäuser. „Die Digitalisierung ist schon lange ein strategisches Ziel der Betriebsführung, das von den beiden Leitern meiner EDV-Abteilung, Norbert Fratz und Jörg Neidig, und deren Kollegen, akribisch vorangetrieben wird“, berichtet Heinz-Gerd Schröders. „Das Ergebnis im DigitalRadar belegt dies eindrucksvoll; vor allem unter den kleineren Krankenhäusern sind wir deutschlandweit mit vorne“, ergänzt Kai Louis stolz. Die zu erwartenden Zuwendungen im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes in Höhe von 1,16 Mio. Euro werden der Erreichung der ausstehenden Ziele den letzten Schub geben, sind sich die beiden Landtagsabgeordneten Krückel und Lenzen sicher. Sie versprechen auch, die Krankenhäuser in Heinsberg, Erkelenz und Geilenkirchen bei der anstehenden Krankenghausplanung für Nordrhein-Westfalen zu unterstützen,  damit langfristig eine wohnortnahe und leistungsstarke medizinische Versorgung im Kreis Heinsberg gesichert bleibt. In diesem Zusammenhang loben sie insbesondere die vielfältigen Kooperationen der Krankenhäuser im Kreis.

Neue Termine für Pflegeschulungen

Die aktuelle Corona-Lage lässt es zu, dass die beliebten Pflegeschulungen für Angehörige wieder durchgeführt werden können. Vom 04. April bis 06. April findet der sogenannte Initialpflegekurs zwischen 09.00 und 12.00 Uhr statt, der alle wichtigen Grundlagen vermittelt. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, können die Kursleiterinnen auch gezielt auf die individuellen Pflegesituationen und -anforderungen der Teilnehmer eingehen.

In der Regel jeden 1. Mittwoch im Monat von 14.00 bis 16.00 Uhr bietet das Krankenhaus Heinsberg Gesprächskreise an, bei denen pflegende Angehörige sich in lockerer Atmosphäre austauschen können; das nächste Mal am 06.04.2022.

Häufig entscheiden sich Familienmitglieder, die Pflege ihrer bislang selbstständigen Angehörigen nach einem Schlaganfall, Sturz oder Herzinfarkt im häuslichen Umfeld zu übernehmen. Wie sie das am besten machen, erklären die Pflegeexpertinnen Helga Bossems und Hildegard Jaite schon seit einigen Jahren in speziellen dreitätigen Pflegeschulungen, zu denen das Krankenhaus Heinsberg im Rahmen der „Familialen Pflege“ einlädt.

Kostenlose Teilnahme, Anmeldung und Negativtest erforderlich

Die Teilnahme an den Angeboten ist kostenlos, eine telefonische Anmeldung unter der Rufnummer 02452 188-658 ist allerdings dringend erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Außerdem benötigt jeder Teilnehmer derzeit einen tagesaktuellen Negativtest.

Tschüss, Bea! Langjährigste Mitarbeiterin und vermutlich bekanntestes Gesicht des Krankenhauses geht in den Ruhestand.

Wer kennt sie eigentlich nicht? Beatrix Gernemann, besser bekannt als „Bea von der Pforte“? Denn dort begrüßt sie Besucherinnen und Besucher sowie Patientinnen und Patienten des Krankenhauses Heinsberg seit fast 40 Jahren. Seit 1983 schaltet und waltet Bea Gernemann an der „Zentrale“, gibt telefonische Auskünfte, weist Wege, überwacht Videos und die Brandmeldeanlage, bedient Zugangsschranken und ist Ansprechpartnerin für die unterschiedlichsten Belange. „Der Job an der Pforte ist längst nicht mehr nur ein bisschen telefonieren und Zimmernummern raussuchen“, weiß auch Geschäftsführer Heinz-Gerd Schröders. „Alles ist viel technischer und anspruchsvoller geworden. Und in Corona-Zeiten kam es auch in diesem Arbeitsbereich zu einer deutlichen Mehrbelastung. Ständig wechselnde Regelungen mussten erklärt, vieles kontrolliert werden. Das führte zu mehr Arbeit und vor allem zu einem immensen Erklärungs- und auch Diskussionsbedarf – leider auch nicht ohne Konflikte.“ „Trotzdem habe ich meine Arbeit immer gerne gemacht“, wirft Bea Gernemann ein. „Ich freue mich auf den Ruhestand, aber ich habe auch immer gerne gearbeitet.“ Vor ihrem Dienst an der Pforte war Bea Gernemann übrigens schon sieben Jahre lang als sogenannte Hausangestellte auf der Station „Innere Männer“ tätig. Seit Januar dieses Jahres ist Bea 46 Jahre lang im Krankenhaus beschäftigt und hält – mit einem komfortablen Abstand – den Rekord als aktive Mitarbeiterin. „Wir sagen vielen Dank für den Einsatz und die Treue sowie alles Gute für den wohlverdienten Ruhestand“, fügt Bürgermeister Kai Louis hinzu.

Neubau für Zentrale Notaufnahme: Krankenhaus Heinsberg investiert in Optimierung der Notfallversorgung

Eine Zentrale Notaufnahme (kurz: ZNA) gehört mittlerweile zu den wichtigsten Einrichtungen für eine hochwertige Patientenversorgung. Auch im Krankenhaus Heinsberg werden jährlich etwa 17.500 Notfälle behandelt – chirurgische ebenso wie internistische oder gynäkologische und geburtshilfliche. Um die Behandlungsprozesse weiter zu verbessern, beginnen in den nächsten Wochen auf Beschluss der Gesellschafterversammlung der Krankenhaus-GmbH die Arbeiten für einen zweigeschossigen Neubau.

Im Frühjahr sollen die Bauarbeiten beginnen. Dabei soll beispielsweise die bisherige, komplette Krankenwagenanfahrt für die Notfallpatienten einem modernen Ersatzneubau weichen. Auch die am Krankenhaus befindliche Notfallpraxis der niedergelassenen Hausärzte soll dann in die neue ZNA im Rahmen des sogenannten „Ein-Tresen-Modells“ integriert werden. „Das wurde mit der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein bereits fest vereinbart und dürfte ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Notdienstversorgung durch Kassenärzte hier in Heinsberg sein“, bekräftigt Bürgermeister Kai Louis.

Die jetzigen Räumlichkeiten der Notaufnahme sollen grundrenoviert sowie an den neuesten, technischen Stand angepasst und in den Neubau integriert werden. „So entsteht dann ein Komplex, der alles, was für eine schnelle und hoch qualifizierte Notfallversorgung benötigt wird, ganz kompakt zur Verfügung stellt“, erklärt Geschäftsführer Heinz-Gerd Schröders. Im ersten Obergeschoss des Anbaus sind Räume für Administration, Kommunikation, Personalaufenthalt, Archivierung und die technische Versorgung der ZNA vorgesehen. „Für die zusätzliche Nutzfläche von ca. 1.100 m² im Anbau und für die  Renovierungsarbeiten wird das Krankenhaus ca. 3,6 Millionen € investieren“, so Schröders weiter.

„Die besondere Herausforderung bei der Realisierung dieser Baumaßnahme besteht neben den Eingriffen in das Bestandsgebäude in der technisch einwandfreien Integration des Anbaus. Die baulichen Gegebenheiten müssen baubegleitend laufend neu bewertet werden, da dies rein planerisch im Vorfeld nicht umfassend zu beurteilen ist. Zudem sind in der Bauphase die Patienten-, Besucher- und Beschäftigtenwege neu  zu organisieren“, umreißt Werner Joerißen, der Technische Leiter, die anstehenden Aufgaben.

Wichtiger Schritt in der Notfallversorgung

Bereits im vergangenen Jahr ist es der Krankenhausleitung gelungen, mit Aiko Liedmann einen Chefarzt mit dem speziellen Weiterbildungsabschluss „Klinische Notfall-und Akutmedizin“, der über viele Vorerfahrungen im Bereich ZNA verfügt, zu gewinnen. „Der Neubau wird ungemein helfen, die Behandlungsprozesse zu optimieren“, freut sich Chefarzt Aiko Liedmann. „Die enge Zusammenarbeit der Fachpflegekräfte, Internisten, Chirurgen, Gynäkologen, Radiologen, Anästhesisten sowie Intensiv-und Notfallmedizinern wird durch die neu geschaffenen räumlichen Strukturen und auch die Weiterentwicklung einer möglichst umfassenden Digitalisierung nachhaltig unterstützt. Dies ist ein wichtiger Schritt für die Optimierung der Notfallversorgung.“

 

Foto: Planungsbesprechung mit (v.l.) Technischem Leiter Werner Joerißen, Geschäftsführer Heinz-Gerd Schröders, Chefarzt Aiko Liedmann und Bürgermeister Kai Louis vor der bisherigen Krankenwagenanfahrt. Hier wird der Neubau für die Zentrale Notaufnahme entstehen.

Bildnachweis Animation ZNA: RACKOW Ingenieure Architekten