Abteilung Innere Medizin Schwerpunkt Gastroenterologie

Der Schwerpunkt Gastroenterologie ist Teil des interdisziplinären Magen-Darm-Zentrums unter der gemeinsamen Leitung von Chefarzt Dr. Konstantinos Lioupis (Viszeralchirurgie) und Chefarzt Dr. Carsten Triller (Gastroenterologie).

Krankheitsbilder des Magen-Darmtraktes, der Bauchspeicheldrüse, Leber- und Gallenwege werden gemeinsam und fachübergreifend behandelt.

Die Abteilung hält Endoskope mit der zurzeit höchstmöglichen Bildauflösung vor (CMOS Technologie, 2mm Close Focus). Spiegelungen erfolgen schonend unter Sedierung. Die Verwendung von CO2 macht die Untersuchung für den Patienten nicht mehr spürbar. Die Kontrastsonographie mit Duplexverfahren steht zur Abschätzung einer Leberzirrhose sowie möglicher Herdbefunde zur Verfügung. Leberpunktionen zur feingeweblichen Untersuchung bei unklarer Lebererkrankung werden unter Sedierung mit stationärer Nachüberwachung durchgeführt.

Die Behandlungsabläufe sind qualitätsgesichert und nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert, die Ergebnisqualität wird durch Teilnahme im Westdeutschen Darmzentrum (WDC) unabhängig halbjährlich kontrolliert. Zusätzlich erfolgen regelmäßige Qualitätskontrollen durch die kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) zur Erhaltung des höchsten Standards bei Darmspiegelungen (Vorsorgecoloskopie).

Sigel DGVS   Druck

Dr. Günter Mertens, CA Innere Medizin, Dr. Carsten Triller, CA Innere Medizin, Dr. Robert Lehnert, OA Innere Medizin, Dr. Konstantinos Lioupis, CA Chirurgie

Team mit besonderer Fachkompetenz

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Die endoskopische Abteilung wird von Frau Ramona Rahn (Medizinische Fachangestellte mit Schwerpunkt Endoskopie) und Chefarzt Dr. Carsten Triller geleitet. Dr. Carsten Triller ist als Gastroenterologe Mitglied in der Fachgesellschaft DGVS (Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten). Im Rahmen der Schwerpunkttätigkeit zur Behandlung von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) ist er darüber hinaus aktives Mitglied im Kompetenznetz Darmerkrankungen mit der Forschungsplattform GISG (German Inflammatory Bowel Disease Study Group).

Das Schwerpunkt-Zertifikat zeichnet die Arbeit mit besonderer Fachkenntnis zu chronisch entzündlichen Darmerkrankungen aus.

Zur Spezialdiagnostik von Schluckstörungen, Sodbrennen, Verdauungsbeschwerden und Problemen bei der Stuhlentleerung bietet die Abteilung ein weites Spektrum an Funktionsuntersuchungen (siehe besondere Untersuchungs- und Behandlungsverfahren). Dr. Carsten Triller ist für diesen speziellen Fachbereich – Neurogastroenterologie und Motilität – von der Fachgesellschaft DGVS zertifiziert.

Im Bereich der Lebererkrankungen ist Dr. Carsten Triller assoziierter Arzt der deutschen Leberstiftung/Kompetenznetz Hepatitis. Neben Behandlung von Virushepatitis B und C, Autoimmunhepatitis, Gallenwegserkrankungen wie PSC (primär sklerosierende Cholangitis) und PBC (primär biliäre Cirrhose) besteht auch die Möglichkeit zur kostenlosen Beratung im Sinne eines Zweitmeinungsverfahrens.

Zudem ist Dr. Carsten Triller zur Behandlung gastroenterologischer Tumore über die DGVS zertifiziert.

Moderne Chemo- und Immuntherapien werden im Magen-Darm-Zentrum stationär und ambulant durchgeführt.

Eine Kooperation besteht mit der Praxis Hämatologie und Onkologie in Erkelenz: MVZ West GmbH, Hr. Janz, Tel. 02431 806907

Besondere Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Speiseröhre:
Abklärung von Schluckstörungen mittels Röntgenverfahren und Ösophagusmanometrie (Druckmessung), Behandlung der Achalasie durch Ballondilatation und endoskopisch assistierte Myotomie (Laparoskopie)
Stenteinlage bei tumorbedingten Verengungen
Anlage von Ernährungssonden (PEG / PEJ, Gastrotube, Gastropexie)
Blutstillung bei Ösophagusvarizen (Krampfadern) mittels Ligatur, Sklerosierung und Stenteinlage
Versorgung von Fisteln oder Verletzungen / Wundheilungsstörunge der Speiseröhre mittels Vacuumschwamm (Eso-Sponge)

Sodbrennen / Refluxerkrankung: pH-Impedanzmessung (Detektion von Säure-; Flüssigkeits- und Luftaufstossen), Ösophagusmanometrie (Druckmessung) vor laparoskopische Fundoplicatio / Hiatusplastik (operativer Korrektur des Zwerchfellbruchs / Mageneingangs)

Barrett Syndrom: Krebsvorstufen bei Reflux können hochauflösend detektiert und endoskopisch behandelt werden (EMR – endoskopische Mukosaresektion oder ESD – endoskopische Submucosadissektion), die Nachbehandlung erfolgt mittels Radiofrequenzablation (RFA, Wärmeverödung). Das Magen-Darmzentrum Heinsberg gehört seit 2012 zu den Zentren, die diese Methode erfolgreich in der Routine anwenden.

Magen: endoskopische Entfernung von Frühkarzinomen mit ESD – endoskopische Submucosadissektion oder gastroduodenaler FTRD (Vollwandresektion)
endoskopischer Verschluss von perforierten Magengeschwüren (OTS-Clip)
Blutstillung unter Gerinnungshemmern mittels absorbierender Substanzen (Endoclot, Hemospray), Verödung von Gefässerweiterungen (Hybrid APC – Argonplasmakoagulation oder RFA – Radiofrequenzablation bei flächigen Veränderungen, z.B. GAVE Syndrom / Gefässerweiterungen)
Röntgen-Funktionsdiagnostik bei diabetischer Magenentleerungsstörung (Gastroparese)

Gallenblase und Gallenwege: Endosonographie als schonende Untersuchungsmethode bei Cholestase (Gallenstau), Stenteinlage bei Verengungen der Gallenwege, direkte Spiegelung der Gallenwege mittels Cholangioskopie (optische Minisonde) zur Abklärung, Zertrümmerung von Gallensteinen (Lithotripsie)
Radiofrequenzablation (Wärmeverödung) von Gallenwegstumoren

Bauchspeicheldrüse (Pankreas): Pankreas (Bauchspeicheldrüse) – Stenteinlage bei Tumoren, Behandlung der chronischen Pankreatitis: Drainage von Pseudozysten über den Magen (Gastro-Zystostomie), endosonographisch gesteuert, Abklärung zystischer oder solider Raumforderungen mit feingeweblicher Untersuchung (FNA – Feinnadelaspiration mit Schnellzytologie im Haus);

Präoperatives und palliatives Stenting (Gallenwegsdrainage) bei Tumoren der Bauchspeicheldrüse.

Die Endoskopieabteilung ist für die Anlage endoskopischer biliodigestiver Anastomosen (LAMS – Lumen Apposing Metal Stents) =  Verbindungen zwischen Gallenwegen und Magen-Darm-Trakt speziell zertifiziert.

Minimal invasive Behandlung von Pankreasnekrosen (abgestorbenes Gewebe bei Entzündungen) incl. Vacuumbehandlung – endoskopische und laparoskopische Verfahren in Kooperation mit der Viszeralchirurgie.

Das Magen-Darm-Zentrum Heinsberg erfüllt seit Jahren als einzige Abteilung im Kreisgebiet die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestmengen für Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse.

Link: https://www.aok-bv.de/imperia/md/aokbv/engagement/mindestmengen/mindestmengen-transparenzliste_2020.pdf

„Komplexe Eingriffe am Organsystem Pankreas (Bauchspeicheldrüse)“

Dünndarm: Videokapselendoskopie der 3. Generation, zur Abklärung bei occultem Blutverlust / Eisenmangel. Die Kosten einer ambulanten Untersuchung werden von der gesetzlichen Krankenkasse vollständig übernommen.
Pushenteroskopie: flexible Dünndarmendoskopie mit Verödung (APC) von blutenden Gefäßen.

Dickdarm: endoskopische Behandlung von Polypen und Frühkarzinomen mittels EMR – endoskopische Mukosaresektion oder ESD – endoskopische Submucosadissektion oder FTRD (Vollwandresektion)
Verschluss von Fisteln oder Anastomoseninsuffizienzen (Wundheilungsstörungen) mit Vaccuumbehandlung (Endosponge)

Enddarm: Diagnostik und Therapie des Hämorrhoidalleidens (interventionell und operativ, ultraschallgesteuert)
Diagnostik bei Stuhlinkontinenz und Stuhlentleerungsstörungen: Endosonographie des Beckenbodens, 3D-Muskeldruckuntersuchung (anorektale Manometrie), Röntgen-Kontrastuntersuchung / Colontransituntersuchung
Therapieeinleitung mit professionellem Beckenbodentraining und Biofeedback (Abteilung Physiotherapie)

Leber: Kontrastmittelsonographie zur Abklärung von Leberherden, Vorsorge bei Leberfibrose und -zirrhose.
Gewebsschonende Mikrowellenablation (MWA, örtliche Wärmebehandlung) bei Lebertumoren und -metastasen.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten:
Atemtests auf Laktose- und Fruktoseintoleranz werden bei Menschen ab 3 Jahren in Absprache mit dem Kinder- und Jugendarzt ambulant durchgeführt.

Die Pflegestationen

Für die internistischen Patientinnen und Patienten stehen insgesamt vier Pflegestationen auf der 1., der 3. und 4. Etage des Krankenhauses zur Verfügung. Die Behandlung der Erkrankungen des Bauchraumes erfolgen schwerpunktmäßig auf den Stationen I(nnere) 3 (gastroenterologische Ausrichtung). Patienten mit Gefäß- und Diabeteserkrankungen werden auf der interdisziplinären Gefäße- und Diabetes-Station betreut, die sich auf der 4. Etage befinden.

Ansprechpartner für die Patientinnen/Patienten und deren Angehörige sind die verantwortlichen Chefärzte und die jeweilig zugeordneten Stationsärzte.
Daneben ist zur Behandlung Schwerkranker rund um die Uhr die acht Betten umfassende, interdisziplinär betriebene Intensivstation verfügbar.

Ambulanzen

Die Notfallambulanz der Abteilung Innere Medizin ist 24 Stunden ärztlich besetzt und bietet an jedem Tag im Jahr eine umfassende und bei Bedarf auch fachübergreifende Notfallversorgung.

Daneben wird eine chefärztliche Sprechstunde angeboten. Die Sprechzeiten können kurzfristig mit dem Sekretariat des Chefarztes abgesprochen werden. Bitte nehmen Sie hierzu Kontakt mit Frau Albertz (Telefondurchwahl: 02452 188-527) oder Frau Schenk (Telefondurchwahl: 02452 188-529) auf.

Kontakt

Die Notfallambulanz der Abteilung Innere Medizin ist 24 Stunden ärztlich besetzt und bietet an jedem Tag im Jahr eine umfassende und bei Bedarf auch fachübergreifende Notfallversorgung.
Daneben wird eine chefärztliche Sprechstunde angeboten. Die Sprechzeiten können kurzfristig mit dem Sekretariat des Chefarztes abgesprochen werden. Bitte nehmen Sie hierzu Kontakt mit Frau Albertz (Telefondurchwahl: 02452 188-527) oder Frau Schenk (Telefondurchwahl: 02452 188-529) auf.