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Medizintechnik für Klinik in Krisengebiet: Krankenhaus Heinsberg spendet C-Bogen an Hilfsorganisation

Mit dem mobilen C-Bogen macht sich in diesen Tag ein hochwertiges, mobiles Röntgengerät auf die Reise nach Guinea Bissau. Das Krankenhaus Heinsberg spendet dieses Gerät. Zehn Jahre lang lieferte es während Operationen hochauflösende Röntgenbilder in Echtzeit, um den Behandlungserfolg während des Eingriffs zu kontrollieren und etwaige Korrekturen sofort vornehmen zu können. 70.000 Euro investierte die Klinik seinerzeit. „Der C-Bogen ist noch voll funktionsfähig, im gegenwärtigen Zustand und nach derzeitigen Vorschriften allerdings für uns nicht mehr nutzbar. Darum haben wir ein neues Gerät beschafft, das den aktuellsten technischen Standards entspricht“, erklärt Medizingerätebeauftragte Ellen Görtz.

Seinen neuen Einsatzort findet das Röntgengerät nun in Westafrika durch die Hilfsorganisation HAMMER FORUM. Das HAMMER FORUM kümmert sich seit 1991 um die medizinische Versorgung von Kindern in Krisengebieten. Zu dieser besteht bereits seit vielen Jahren Kontakt. Immer wieder spendet das Krankenhaus Heinsberg Medizingeräte an die Organisation, etwa Mikroskope, medizinische Instrumente oder Ähnliches. Eine besonders enge Bindung zum HAMMER FORUM haben Anästhesiepfleger Mostapha Blalate und Oberarzt Stefan Blum, die bereits ihre Fachkenntnisse in den Dienst der wohltätigen Organisation gestellt haben. Erst im Januar begleiteten die beiden einen medizinischen Hilfseinsatz für Kinder im Westjordanland. Dort haben sie in ihrem Team innerhalb von zwei Wochen 75 Kinder untersucht und 27 von ihnen operiert. Vor allem Brandverletzungen wurden vor Ort in Hebron behandelt. „Ein prägendes Erlebnis, das einem deutlich macht, mit welchen ‚First World Problems‘ wir uns hier in Deutschland beschäftigen“, resümiert Stefan Blum, der zum ersten Mal einen Einsatz begleitete. Schon mehrere Male war Mostapha Blalate mit der Organisation aktiv. Er kann die Eindrücke seines Kollegen nur bestätigen: „Die Probleme, die uns auf solchen Einsätzen begegnen, bringen einen schnell auf den Boden der Tatsachen. Hier geht es um ganz essentielle Dinge für die Patienten. Wir hatten z.B. ein Kind, das seinen Mund aufgrund von Brandverletzungen gerade einmal so weit öffnen konnte, um flüssige Nahrung über einen Strohhalm zu sich zu nehmen. Dass dieses Kind nach der OP seinen Mund etwas weiter aufbekommt, bedeutet eine so starke Verbesserung der Lebensqualität. Man denke nur an festes Essen oder etwa an eine Zahnbehandlung – ohne diese OP völlig unmöglich.“

„Wir freuen uns, dass wir mit unserem Gerät dazu beitragen können, die medizinische Versorgung von Kindern in Krisengebieten weiter zu unterstützen“, so Vanessa Busch seitens der Geschäftsleitung des Krankenhauses Heinsberg. „Beim HAMMER FORUM wissen wir unsere Spenden in guten Händen.“